Polyvinylchlorid

 Jeder, wer Chemie mal studiert hat, kann einen solchen chemischen Stoff wie Polyvinylchlorid als Polymer klassifizieren. Es mag etwas schwieriger sein, die dieser chemischen Verbindung eigenen Eigenschaften sofort zu nennen. Doch werden sich die Haupteigenschaften von Polyvinylchlorid nicht wesentlich von denen unterscheiden, welche den meisten Polymeren eigen sind.

 
 
Sehr oft wird die abgekürzte Bezeichnung dieses Kunststoffs, PVC, verwendet. Andere Bezeichnungen wie ebenso Vinyl und  Polyvinyl sind auch gängig. Allein diese Kürzungen spiegeln jene chemische Formel wider, nach der dieses Material gebildet ist. Andere Bezeichnungen wie ebenso Vinnol, Vestolit, Sumilit und andere sind auch im Verwendungsbereiche
Wie kann die Frage - Was ist eigentlich Polyvinylchlorid- so beantwortet werden? Die chemische Formel sieht wie folgt aus: CH2-CHCl. Ausgehend von der chemischen Formel, entweicht bei der Temperatur von 110-120 °С der Chlorwasserstoff (HCl) aktiv aus dem Stoff.  
Dabei wird kein Brennen als solches beobachtet. Die Form- und Strukturänderung des Stoffes kann eher als Zersetzung bezeichnet werden. Bezeichnend werden bei der Verwertung von Polyvinylchlorid unter Einwirkung von hohen Temperaturen krebserregende Stoffe (Phosgen, Dioxin) gebildet, die umweltschädlich sind. Zu den wichtigsten chemischen Eigenschaften von Polyvinylchlorid gehören folgende: chemische Beständigkeit den folgenden Stoffen gegenüber: Wasser, Alkohol, organische Kohlenwasserstoffe; Beständigkeit den folgenden Verbindungen gegenüber: Säuren, Alkalien, Salzlösungen; dieser Stoff ist ein Isolationsstoff und leitet so keinen Strom.
Dieser Werkstoff hat relativ hohe Hochtemperaturbeständigkeit – bis zu 65 °С. Bei großer Kälte verlieren die Werkstoffe auf PVC-Basis ihre Kraft und werden relativ spröde. Abhängig vom Produktionsverfahren und Anwendungsbereich des Endprodukts haben die physikalischen Grundeigenschaften dieses Polymers unterschiedliche Werte.
Einige Eigenschaften können am Beispiel von harten und elastischen Zustandsformen des Materials, welche unter verschiedenen Bedingungen eingesetzt werden, verglichen werden: Dichte,– 1,35-1,43 g/cm3 für Vinylkunststoff und 1,18-1,30 für Plastikat; Elastizitätsmodul beim Dehnen, jeweils MPa – 2600-4000 und 7-8; relative Verlängerung, in % – 5-44; Zugfestigkeit (beim Komprimieren), MPa – 40-70 (60-160) für Vinylkunststoff, 10-25 (6-10) – für Plastikat. Wie es aus diesen Daten ersichtlich ist, hat das Polyvinylchlorid einen sehr weiten Anwendungsbereich, da das Material die für den Hersteller wichtigen Eigenschaften aufnehmen kann.
Varianten des Materials
 
Für die Vinylkunststoff- Gruppe
Für die Produktion dieser Polymergruppe werden die Bestandteile genommen, von welchen die finalen Werkstoffeigenschaften  im geforderten Maße beeinflußt werden: Durch die Verwendung von Paraffinen und Wachsen wird die Materialwanderung gesteigert; durch die Elastomere wird die Schlagbiegefestigkeit erhöht; die zugesetzten Thermostabilisatoren, Farbenstabilisatoren erhöhen die Hochtemperaturbeständigkeit sowie die Beständigkeit der direkten Sonneneinstrahlung gegenüber. Dank diesen Eigenschaften lassen sich die Verpackungen für die Lebensmittel und Industrieprodukte, Kunststoffrohre und die Baustoffe produzieren. Von diesen Materialien kann eine beliebige räumliche Endform angenommen werden; diese Kunststoffe lassen sich leicht verarbeiten – von mechanischer Verarbeitung bis zu Zusammenkleben oder Gießen.